Komm, geh

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TULP „Komm, geh“ - CD bestellbar über www.tulpmusik.de

Wenn wir über Musik reden, verschieben sich die Kommunikationsgrenzen unmittelbar ins Subjektive. Gefühle, Erinnerungen, Assoziationen machen es schwer, das Wesen von Musik ohne Konnotation zu beschreiben.
Im Falle von TULP wird dieser Umstand zum nahezu unüberwindbaren Hindernis. Hatte sich die Münsteraner/Kölner Formation bereits mit ihrem letzten Album „Für Tiere Namen“ eine eigene Kategorie geschaffen, bewegt sich „Komm, geh“ weiter in den Bereich musikalischen Impressionismus.
Wohlgemerkt nicht in Richtung Avantgarde. Denn TULPs Ausgangspunkt ist, und das ist 2016 eine wohltuende Alternative zum generischen „Irgendwie“ einer Generation, die nicht so genau weiß, wie Musik vor der Erfindung von Plug-Ins und Autotune funktionieren konnte, Gitarren-Rock. Man schimpfte es mal „Indie“, aber selbst Nörgler müssen vor der Grandezza der beiden großen Jeffs - Buckley und Tweady - neidvoll kapitulieren. Aber genug der Nostalgie. Warum Jeff Buckley? Man höre nach in „Das Bild“. Warum Wilco? Ach „Komm, geh“!
Dann wieder lassen sie sich Zeit. Weniger ausformuliert als auf „Für Tiere Namen“ schleichen sich „Welt im Wandel“ und „Fehler“ in unser Bewußtsein, um nie wieder zu gehen. In diesen gedehnten Momenten gehen TULP einen Schritt weiter ins Ungewisse, um der Band mehr Raum und der Entwicklung von Stimmungen mehr Chancen zu geben, um von der Verhaltenheit einer Talk Talk-Meditation im Sonic Youth-Chaos anzukommen.
„Komm, geh“, allein dieser Titel geht ans Herz, wenn man ihn lässt. Der unbedacht hingeworfene Widerspruch, das Gewöhnliche, das sich bei genauerer Betrachtung als seltsam entpuppt, ist eine Triebfeder in den Texten.
„Ich und du, in einem Raum / Schweigen und Langeweile / Wir kennen uns seit Jahren schon / haben alles durchgekaut / lassens nun bleiben / Wo früher Liebe war ist nun ein Restbestand /du nennst es Leiden. Wir beide suchen den Neuanfang / die Spannung, zu zweit alleine.“
Was am Ende dieser Suche steht, beantwortet „Komm, geh“ nicht. Vor allem aber postuliert dieses Album in seinen Worten, in seiner bedachten Tiefe und mit seinen kraftvollen Assoziationen das entschiedene Verneinen des Stillstands.
Ein Triumpf des „Weitermachens“ – und zwar nicht um jeden Preis, sondern um der von „den Umständen“ geschundenen Seele ein großes Pflaster zu verpassen. Gute Besserung.

Carsten Sandkämper


Titelliste:

1. Das Bild
2. Lauf leise
3. Welt im Wandel
4. Teilchen eingefroren
5. Fehler
6. Komm, geh

credits

released July 1, 2016

Kay Lehmkuhl - Gesang/Gitarre
Carsten Finkenberg - Gitarre
Holger Behr - Bass/Gitarre
Hirzel Hirzelnsen - Schlagzeug

Alle Stücke geschrieben von Tulp
Texte von Kay Lehmkuhl
Produziert von Tulp (2016)
Aufgenommen von H.Behr & H. Hirzelnsen
Mix: H. Behr
Mastering: Manfred Schulz
Cover: Sarah Wiesmann (www.sarahwiesmann.de)

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